Samstag, 27. Mai 2017

CDU-Generalsekretär Tauber: Christliche Basis der Gesellschaft besitzt hohe politische Relevanz

CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber. Pressefoto CDU Foto: Tobias Koch
Die Aktion „Kinder in Gefahr“ unternimmt seit etlichen Jahren Kampagnen, die an die CDU die Botschaft richten, sie brauche die christlichen Werte und Prinzipien in der Politik nicht preisgeben. Die Menschen in Deutschland erwarten nämlich, dass sich CDU (und CSU) für die traditionelle Ehe, für eine ordentliche Schulpolitik und für den Schutz der Kinder vor den Gefahren in den Medien einsetzt.

Dementsprechend fordert die Aktion „Kinder in Gefahr“ immer wieder von der CDU, sie müsse sich deutlich gegen die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare (also die sog. „Homo-Ehe“), gegen die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, gegen Gender und „Pädagogik der Vielfalt“ in den Schulen und gegen Pornographie und Gewaltverherrlichung in den Medien – auch im Internet – positionieren.

Auch hat „Kinder in Gefahr“ mit Nachdruck gefordert, dass die CDU Koalitionen mit „Bündnis 90/Die Grünen“ unter keinen Umständen eingeht. Die Grünen agitieren von Anfang an gegen Ehe und Familie. Die „Grüne Jugend“ will sogar die Ehe abschaffen. Die Grünen wollen die Gender-Indoktrination schon in Kitas und Kindergärten fördern. Die Grünen setzen sich für ein „Menschenrecht auf Abtreibung“ ein usw. Eine Partei, die das „C“ ernst nimmt, kann mit einer derart antichristlichen Partei keine Koalition eingehen.

Nun hat der Generalsekretär der CDU, Dr. Peter Tauber, in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Focus bestätigt, dass die Prämissen der Kampagnen von „Kinder in Gefahr“, richtig sind:

1. Es gibt eine christliche Basis in Deutschland, die eine hohe politische Relevanz besitzt.
2. Die Grünen sind eine fanatische und radikale Partei, die gefährliche ideologische Positionen durchsetzen will.

Peter Tauber wörtlich: „Ja, es ist so, dass die christlichen Milieus immun sind gegen rechtsextreme Parteien. Das ist gut so. Das zeigt, wie wichtig die Kirchen und Menschen mit einem festen Glaubensfundament für unsere Gesellschaft sind. Und für diese Menschen ist die CDU mit ihrem klaren Kompass attraktiv [womit er sagen will, dass eine Partei, die sich an christliche Werte und Prinzipien hält, attraktiv ist und nicht bloß, weil das „C“ im Namen steht. Anm. des Verf.].“

Focus kommentiert später die Weigerung der Grünen, ein Kreuz auf die Kuppel des rekonstruierten Berliner Schlosses zu setzen.

Peter Tauber antwortet darauf: „Das ist nicht nur geschichtsvergessen, sondern zeigt auch, welche Probleme beispielsweise die Grünen nach wie vor mit der eigenen Identität haben. . . Es gibt in den Ländern schwarz-grüne Koalitionen, die sehr erfolgreich und reibungslos arbeiten [was allerdings nicht stimmt, siehe die Irritationen in Hessen mit den Richtlinien zur Sexualerziehung, Anm. des Verf.]. An anderen Stellen ist es aber auch sehr schwierig mit den Grünen, zum Beispiel in Berlin: Wem Unisextoiletten wichtiger sind als Videoüberwachung für eine verbesserte Sicherheit, kommt für uns schwerlich als Partner in Frage.“

Diese Aussagen des Generalsekretärs der CDU sind bemerkenswert, denn sie zeigen, dass die christliche Basis in Deutschland für die C-Parteien hoch relevant ist. Deshalb sollten sie auch stärker von der Politik – insbesondere von einer C-Partei – beachtet werden.

Stattdessen hat die CDU in den letzten Jahren jedoch eine Politik durchgeführt, die sich geradezu gegen die eigene Basis richtet.

Einer der eklatantesten Fälle in der letzten Zeit ist der absurde Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz für die Schulen Hessens. Heute weiß man, dass dieser Lehrplan nichts anderes war als ein Zugeständnis an die Grünen.

Der Chef der CDU in Schleswig-Holstein, Daniel Günther, hat öffentlich erklärt, er wolle sich für die „Homo-Ehe“ einsetzen. Aus Zeitungsberichten weiß man heute, er tut dies lediglich, um die Grünen in seine Regierungskoalition zu locken.

In anderen Bundesländern, wie etwa in Sachsen Anhalt, hat die CDU Gender-Lehrplänen zugestimmt, weil das so von den Grünen gefordert wurde.

Kurz: Um mit den Grünen an der Macht zu bleiben, ist die CDU allzu schnell bereit, ihre C-Prinzipien über Bord zu werfen.

Es muss allen Christen in Deutschland klar sein: Man kann sich nicht auf Politiker und Parteien verlassen. Nur die Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft wird gewährleisten, dass ein christliches Deutschland von einer christlichen Politik regiert wird.

Freitag, 26. Mai 2017

SPD-Regierungsprogramm: SPD will den totalen Gender-Staat

Martin Schulz. Foto: Sabine Engels (Pressefoto martinschulz.eu)
Der Leitantrag zum SPD-Regierungsprogramm, der am 22. Mai im SPD-Parteivorstand einstimmig verabschiedet wurde, ist nichts anderes als eine Agenda, um aus Deutschland einen totalen Gender-Staat zu machen. Ein Bundesparteitag am 25. Juni 2017 wird über die endgültige Fassung entscheiden.

Bildung: Die SPD will die Schulen mit Lern- und Lehrmaterial ausstatten, „das die Lebensrealität und die Vielfalt von Lebensmodellen altersgerecht abbildet.“

Die SPD strebt eine Grundgesetzänderung, um LSBT-Gruppen ausdrücklich in § 3 berücksichtigen.

Die SPD will das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften öffnen.

Schamlose Klientelpolitik: Die SPD will Initiativen von Homo-, Bi-, Inter- und Transgruppen großzügig finanziell unterstützen.

Trans- und intergeschlechtliche Menschen sollen laut SPD medizinisch, gesundheitlich, sozial und rechtlich privilegiert behandelt werden. „Heterosexuelle“ sollen weiterhin die üblichen staatlichen Dienstleistungen erhalten.

Verbände von LSBT-Gruppen sollen in den Genuss des Verbandsklagerechts geraten. Dadurch könnten sie die Justiz als Aktivismus-Instrument missbrauchen und versuchen, alle Kritiker mundtot zu machen.

Der SPD-Vorstand will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stärken. Diese Behörde ist nichts anderes als eine Propaganda-Agentur für Gender. Es ist ein Skandal, dass der Staat schamlos seine Neutralitätspflicht verletzt.

Deutschland soll Gender via Entwicklungspolitik in die ganze Welt ausbreiten und finanziell fördern. Wer nicht Homo-Privilegien, einführt, soll in der Entwicklungshilfe benachteiligt werden.

Selbst Sport soll als Plattform der Durchsetzung der Gender-Ideologie missbraucht werden, denn die Sozialdemokraten wollen Projekte, die „Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie etwas entgegensetzen“ großzügig unterstützen.

Es wird völlig klar: Der deutsche Staat soll im Dienst der absurden Gender-Doktrin gestellt werden. Im Inneren wie in der Außenpolitik.
 

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Mittwoch, 24. Mai 2017

FAZ: Daniel Günthers (CDU) Forderung nach Homo-Ehe ist Zugeständnis an Grünen

Daniel Günther. Pressefoto CDU S-H. Copyright Sönke Ehlers
Kurz nach dem Sieg der CDU Schleswig-Holsteins bei der Landtagswahl äußerte sich der CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther zu Gunsten einer Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare.

Günthers Stellungnahme schockierte die konservative CDU-Basis im hohen Norden. Zudem widersprach er damit auch der klaren Linie der Bundes-CDU, die in den Koalitionsgesprächen mit der SPD klar gemacht hat, dass die „Homo-Ehe“ für sie kein Thema sei.

Auch die anderen CDU-Spitzenkandidaten, (die dieses Jahr Landtagswahlen zu bestehen hatten) also Armin Laschet (NRW) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) äußerten sich klar gegen die Homo-Ehe.

Die wahrscheinlichste Erklärung für Günthers linken Kurs in gesellschaftspolitischen Themen ist sein Wunsch, auf Biegen und Brechen eine Koalition mit den Grünen schließen zu wollen.

Was die Homo-Ehe betrifft, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 24. Mai 2017: „Schon versucht die CDU, auf die Grünen zuzugehen. Daniel Günther, der Spitzenkandidat der Christdemokraten, hat sich schon für die Homo Ehe ausgesprochen. Dass die in Berlin und nicht in Kiel beschlossen wird, wissen auch die Grünen. Aber die Botschaft kam an: Sie bewegt sich doch. Das gilt aber auch für die Grünen.“

In der Tat scheint bei den Grünen eine Koalition mit der CDU alles andere als beliebt zu sein. Umso geneigter scheint Daniel Günther christliche Prinzipien über Bord werfen zu wollen, um das Bündnis schmieden zu können.

Eine ähnliche Situation kennt man aus Hessen. CDU und Grünen gingen eine Koalition ein, die lange recht ruhig arbeitete. Bis zum Spätsommer 2016, als CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz neue Richtlinien zur Sexualerziehung erließ, die nichts anderes sind als ein Gender-Lehrplan für alle Kinder ab sechs Jahren.

Dieser Lehrplan für Hessen ist auch ein gesellschaftspolitisches Zugeständnis der CDU an die Grünen.

Ergebnis: Seit dem Spätsommer 2016 protestieren Eltern, Elternorganisationen, katholische Kirche etc. gegen den CDU-Lehrplan. Dieser wird vorwiegend von LSBTI-Aktivistengruppen, Grünen und Linken unterstützt.

Daniel Günther scheint in dieselbe Falle tappen zu wollen. Dabei geht es in Schleswig-Holstein nicht nur um die Homo-Ehe, sondern um die höchst umstrittene „Queere Bildung“, die von der vorherigen rot-grünen Landesregierung massiv ausgebaut wurde.

Günther hat sich bis heute nicht dazu geäußert. Lediglich seine Schatten-Kultusministerin Katrin Prien signalisierte die Bereitschaft, die pädagogischen Experimente der Vorgängerregierung untersuchen zu wollen.

Hat Schleswig-Holstein schwarz gewählt, wird aber nun grün bekommen? Was Daniel Günther betrifft, scheint das der Fall zu sein. Hoffentlich duldet die Basis, die mehrheitlich konservativ ist, nicht die absurden Eskapaden Günthers in Richtung Grün und weist ihn in seine Schranken.

Heiko Maas macht „Homo Ehe“ zum Maß aller Dinge

Bundesjustizminister Heiko Maas. Pressefoto BMJV Foto: photothek / Thomas Köhler
Kein Fake: Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nannte die Durchsetzung der „Ehe für alle“ als eine Bedingung für einen Koalitionsvertrag mit der SPD nach der Bundestagswahl. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist“.

Mit anderen Worten: Die Einstellung zu diesem absurden Ehe-Zerstörungs-Projekt, soll bestimmen, wer Deutschland regieren darf und soll.

Die Stellungnahme des Bundesinnenministers dokumentiert in eklatanter Weise, wie mächtig in Deutschland die Klientelpolitik geworden ist.

Die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Menschen ist nicht nur ein massiver Angriff auf die Ehe, die dadurch de facto abgeschafft werden würde, sondern auch ein politisches Projekt, das von einer winzigkleinen Minderheit unterstützt wird.

Dass ein solches absurdes Projekt eine so große Rolle in der Öffentlichkeit spielen kann, ist nur dadurch zu erklären, dass Mächte in Politik und Medien eine massive Lobbyarbeit betreiben.

Dass Politiker aus der ersten Reihe, wie Bundesinnenminister oder Heiko Maas oder Schleswig-Holsteins CDU-Chef Daniel Günther sich zu Sprachrohren dieser Lobby machen, ist schlichtweg ein Skandal.

Die Forderung nach einer „Ehe für alle“ impliziert die Vorstellung, der Staat dürfe nach Gutdünken definieren, was eine Ehe und was eine Familie ist. Dies wäre aber blanke Willkür und im Grunde ein despotischer Akt. Der Staat würde sich anmaßen, eine Institution, die unabhängig von ihm existiert, umzudeuten.

Als die „Ehe für Alle“ in Frankreich diskutiert wurde, merkte der Philosoph Thibaud Collin gegenüber einer Anhörung des französischen Senats richtig an, dass selbst die Französische Revolution – mit all ihrem Hass gegen Kirche und Christentum – die Nachkommenschaft als bestimmendes Prinzip der Ehe nicht aufgehoben hat, als die zivile Ehe im Jahr 1792 eingeführt wurde. Collin sprach sich gegen die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare aus und argumentierte, die Französische Revolution hätte die Zivilehe eingeführt und die kirchliche Ehe ersetzen wollen, weil sie der Auffassung war, die Grundlage der Ehe sei die menschliche Natur und eben nicht eine übernatürlich begründete Institution.

Die „Ehe für alle“ ersetzt nun die menschliche Natur durch die Willkür derjenigen, die momentan an der Macht sind, und dies widerspricht wiederum den Prinzipien der Französischen Revolution, die sich theoretisch der Vernunft verpflichtet fühlte.

Die Öffnung des Ehegesetzes für Paare von Homosexuellen wäre natürlich ein besonders radikaler Eingriff, denn er würde schlichtweg die Ehe entkernen bzw. von ihrem eigentlichen Wesen völlig entfremden.

Erfreulicherweise ist die Mehrheit in der Union gegen die sog. „Ehe für alle“. Hoffen wir, dass die C-Parteien in diesem Punkt nicht einknicken.


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Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Das Fest Christi Himmelfahrt wird beim Beten des Rosenkranzes als zweites der glorreichen Geheimnisse meditiert. Mit Seiner Fahrt gen Himmel schließt Unser Heiland Sein Wirken auf dieser Welt ab. Seine Mission auf dieser Erde ist beendet und setzt sich im Himmel fort. So gesehen ist Christi Himmelfahrt die Vollendung des Wirkens Jesu Christi auf Erden um danach über Seine Kirche zu wirken, wozu Er den Heiligen Geist an Pfingsten aussendet, was Inhalt der darauf folgenden Rosenkranz-Meditation ist.

Das interessante bzw. das komplexe an Himmelfahrt ist, dass es widersprüchliche Affekte und Emotionen auslöst.

An Karfreitag (sollte) überwiegen die Trauer und die Reue über die eigenen Sünden, Weihnachten ist gekennzeichnet durch die Freude um die Geburt Christi und die Erneuerung der Welt durch die Ankunft des Messias.

Christi Himmelfahrt ist komplexer, weil dieses Fest eine Schnittstelle in der Heilsgeschichte markiert. Während das Leben des Heilandes auf dieser Welt ein Ende nimmt beginnt das Wirken der Apostel.

Versuchen wir uns die Stimmung der Apostel zu vergegenwärtigen, als sie vom Abendmahlssaal auf dem Berg Zion, gelegen auf dem südlichen Zipfel des alten Jerusalem, in das Tal Kidron hinabgingen, um von dort über den mittleren Ölbergweg zur Ebene über dem Garten Getsemani zu gelangen.

Die Apostel waren sich bewusst, dass sie die letzten Minuten mit ihrem Meister zusammen waren und sie Ihn vor ihrem eigenen Tod nicht mehr wieder sehen würden. Man muss bedenken, was das bedeutet für jemanden, der drei Jahre lang neben Jesus Christus gelebt hat und Seine Güte, Seine Barmherzigkeit, Seine Weisheit, Seine Geduld, Seine Liebe erfahren hat. Der Abschied eines geliebten Menschen fällt immer schwer, aber wie schwer muss das für jemanden sein, der sich täglich mit Unserm Herrn unterhalten hat, Ihm bei jedem Zweifel um Rat fragen konnte, der immer mit Seinem Trost rechnen konnte, der ihm Sicherheit, Geborgenheit und Schutz gab. Man kann sich kaum vorstellen, dass der Gang hoch auf den Ölberg nicht von einer gewissen Melancholie und Nostalgie geprägt waren.

Während der Himmelfahrt selbst müssen die Apostel überwältigt gewesen sein und das Geschehen voller Bewunderung und Freude betrachtet haben: Ein weiterer Beweis der Göttlichkeit ihres Meisters, ein weiteres Zeichen für Seinen Sieg über die Welt und die Sünde und für Seinen Triumph, der ewig währen wird.

In diese Freude mischte sich die Sorge über die Erfüllung des Auftrages, den der Heiland den Apostel kurz zuvor gegeben hatte: „Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16, 15)

Nach der Himmelfahrt ihres Herrn sind die Apostel meistens im Abendmahlssaal verblieben. Sie haben sicherlich darüber nachgedacht, wie sie diesen Auftrag erfüllen sollten. Sie, zwölf Juden, sollten der ganzen Welt das Evangelium verkündigen. Und das außerdem noch ohne ihren Meister! Es ist zwar richtig, dass Jesus Christus ihnen das Herabkommen des Heiligen Geistes angekündigt hatte, doch sie konnten noch keine konkrete Vorstellung haben, was das bedeutet und inwiefern das die Erfüllung ihres Mandats unterstützen sollte.

So blieben sie umringt von denjenigen, die wenige Wochen zuvor ihren Meister ans Kreuz geschlagen hatten und noch dazu mit einer Mission beauftragt, die schier unmöglich zu erfüllen schien.

In dieser Situation erhält die Muttergottes eine entscheidende Funktion: Der Tradition nach - und auch gemäß Visionen wie der von Maria von Agreda - war sie es, die den verängstigten Aposteln Zuversicht und Hoffnung vermittelte. Sie bestärkte sie im Glauben, sie gab ihnen Trost.

Wir leben heute in einer Situation, die der der Apostel in der Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sehr ähnelt: Wir beobachten eine Krise des Glaubens, der Familie, der Sitten und der Moral und trotzdem möchten wir die Botschaft Christi überall hinbringen, spüren aber dann umso mehr unsere Schwäche und unsere bescheidenen Mittel.

Doch folgen wir dem Beispiel der Apostel und legen wir all unser Vertrauen in die Muttergottes, denn sie wird alle Hindernisse überwinden und beten wir immerfort, dass der Heilige Geist die gegenwärtige Krise überwindet und der Menschheit eine neue Blütezeit des Glaubens schenken möge: "Sendest Du Deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und Du erneuerst das Antlitz der Erde" - "Emitte spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae" (Psalm 104, 30).

Donnerstag, 18. Mai 2017

Homo-Ehe: Klage der Grünen beim BVerfG ist blanker Wahl-Aktivismus

Katrin Göring-Eckardt. Pressefoto. Foto: L. Chaperon
Mit der Begründung, die „Große Koalition“ aus Union und SPD würde laufend eine Abstimmung im Bundestag über die sog. Ehe für Alle“ (also die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare) verschieben, wenden sich nun die Grünen an das Bundesverfassungsgericht. Ziel ist, eine solche Abstimmung zu erzwingen. Die Ankündigung machte die grüne Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt.

Dem Bundestag liegen zurzeit drei Gesetzentwürfe zur „Ehe für alle“ vor. Zu einer Abstimmung kam es aber bislang nicht, weil der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD das Gesetzesprojekt ausgeschlossen hat. Kurz nach seiner Wahl zum SPD-Spitzenkandidaten hat Martin Schulz zwar das Thema wieder in die Koalitionsgespräche gebracht, doch ohne großem Impetus. Die Union hat jedenfalls den Vorschlag erneut abgelehnt und die SPD ist an einem Koalitionskrach kurz vor Ende der Legislaturperiode, die am 30. Juni 2017 endet, nicht interessiert.

Das Pochen der SPD auf die „Ehe für alle“ ist im Grunde gegen die Grünen gerichtet, die sich als die wichtigsten Lobbyisten der LSBTI-Community sehen. Offensichtlich will die SPD damit den Grünen Stimmen bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 wegnehmen.

Das bringt die strauchelnden Grünen, mit knapp über 5 Prozent in den Umfragen, auf die Palme und motiviert sie zu diesem absurden Gang nach Karlsruhe. Die Vorstellung, das Bundesverfassungsgericht solle den Bundestag zwingen, über irgendetwas abzustimmen, ist ziemlich erklärungsbedürftig.

Das ist aber den Grünen egal. In ihrer Panik suchen sie verzweifelt nach Aufmerksamkeit und nach einem Thema, mit welchem sie sich profilieren können.

Vor allem wollen die Grünen als rabiate Oppositionspartei angesehen werden, nachdem CDU, FDP und AfD bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit scharfer Rhetorik gegen die amtierenden rot-grünen Landesregierungen gesiegt haben.

Selbst der SPD scheint die Aktion der Grünen kaum zu beunruhigen. SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht kommentierte die Initiative der Grünen folgendermaßen: „Die wollten einen Keil in die Koalition treiben. Das hätte das Ende der Koalition bedeutet.“


Die Aktion "Kinder in Gefahr" wird jedenfalls nicht aufhören, die eigentliche Ehe zwischen Mann und Frau zu verteidigen. Wir müssen und können die Öffnung des Eherechts verhindern. Dazu müssen wir die christliche Basis Deutschlands mobilisieren. Lassen wir uns vor allem nicht vom Lärm beeinflussen, den viele Medien produzieren: Sie reflektieren nicht die Meinung der Menschen, sondern betreiben schlicht und ergreifend Propaganda.

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Mittwoch, 17. Mai 2017

Schleswig-Holstein: Daniel Günther übermalt CDU grün

Daniel Günther. Presefoto CDU-SH, Copyright Laurence Chaperon
Die Zeichen, die aus dem hohen Norden kommen, könnten kaum enttäuschender sein:

Daniel Günther, CDU-Chef und Sieger bei der Landtagswahl am 7. Mai 2017, will sich für die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare einsetzen. Er widerspricht damit seinem katholischen Glauben und auch der Linie seiner Partei.

Die CDU will nämlich derartige Themen aus dem Wahlkampf ausklammern. So hat Armin Laschet, der gerade die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen hat, von vornherein erklärt, er sei gegen die sog. „Ehe für alle“. Dies ist auch die Auffassung der Bundespartei. Sie erteilte der SPD beim letzten Koalitionstreffen eine klare Absage. Martin Schulz hatte das alte Thema wieder hervorgeholt.

Günthers Einsatz bezweckt wohl nichts anderes, als die Grünen in Schleswig-Holstein in eine Koalition zusammen mit der FDP zu locken. Die Grünen haben sich aber hierfür alles andere als begeistert gezeigt und strebten eine sogenannte Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grüne an.

Nun sieht sich Günther wohl genötigt, den Grünen etwas eminent „Grünes“ anzubieten wie eben die "Homo-Ehe".

Dabei sind ihm enge Grenzen gesetzt, denn die CDU kann Innen- und Kultusministerium nicht rausrücken. Sicherheit und Schulpolitik waren nämlich ihre Zugpferde im Wahlkampf. Die FDP wird darauf bestehen, das Wirtschaftsministerium zu bekommen. Ansonsten ist für sie eine Koalition uninteressant. Der amtierenden Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hat Günther mehr oder weniger versprochen, dass sie im Amt bleiben könnte. Robert Habeck, der bekannteste grüne Politiker und einer der aufstrebenden Stars der Bundespartei müsste Umweltminister werden.

Darüber hinaus umwirbt Günther die Grünen nun mit gesellschaftspolitischen Themen, die eine hohe Symbolik besitzen, wie eben die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare.

Die Angelegenheit ist ein Skandal. Die CDU Schleswig-Holsteins ist dabei, ihre christlichen Prinzipien (mal wieder) zu verraten und den strauchelnden Grünen noch Rettungsringe zuzuwerfen.

Die CDU muss endlich erkennen, dass Deutschland kein Laboratorium für linksgrüne Ideologien sein will.
 

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Dienstag, 16. Mai 2017

NRW zeigt, wohin die grüne Schulpolitik der CDU-Hessen führen kann


Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) Foto: Manjit Jari, Kultusministerium Hessen

In den Kommentaren des deutschen Blätterwaldes herrscht großer Konsens über die Gründe des schlechten Abschneidens der Grünen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Die katastrophale Schulpolitik.

Kultusminister in NRW war die grüne Sylvia Löhrmann, die gleichzeitig die bekannteste grüne Politikerin im Bundesland war. Sie war sozusagen das Gesicht der Grünen in NRW.

Ihre Schulpolitik lässt sich leicht zusammenfassen:

* Gender-Indoktrination
* Chaotische Zustände in den Schulen.
* Leistungsfeindlichkeit und die damit verbundene Entwertung des Gymnasiums.

Die Quittung für diese Politik bekam sie bekanntlich am vergangenen Sonntag: Ihre Partei verlor über 40 % der Wähler.

NRW sollte alle Politikern eine Warnung sein, die den grünen schulpolitischen Pfad gehen wollen.

Vor allem sollte die CDU in Hessen alarmiert sein: der hessische Kultusminister Ralph Alexander Lorz gehört zwar der CDU an, doch seine Schulpolitik ist zum Teil noch grüner, als jene von Löhrmann.

Vor allem seine „Richtlinien zur Sexualerziehung“ sind ein genuines Gender-Indoktrinationsprogramm, das seit dem Spätsommer 2017 die hessischen Eltern in Wut versetzt.

Viele in der CDU rätseln, wie es möglich war, dass ein CDU-Kultusminister einen dermaßen grün gefärbten Erlass in Kraft setzen konnte.

Doch es bleibt nicht nur beim Gender-Lehrplan: Die Situation in Hessens Schulen ist dermaßen chaotisch, dass sich inzwischen selbst Lehrer (anonym) in Zeitungen beklagen, ein normaler Unterricht sei gar nicht mehr möglich.

Der Landeselternbeirat Hessen nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt die Lage in den Schulen drastisch: „Es brennt an den hessischen Schulen – insbesondere an den Grundschulen, die der Grundpfeiler unseres Bildungssystems sind.“

Anfang Februar haben 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz veröffentlicht, der die chaotischen Zustände in den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Man kann nur den Kopf schütteln, dass unter diesen Umständen die CDU noch einen Gender-Lehrplan erlässt. Es war klar, dass die Eltern dagegen revoltieren würden.

Die CDU sollte sich endlich von jeglichen grünen Einfluss befreien und die Schulpolitik betreiben, die die Bürger von ihr erwarten: christlich, solide, ideologiefrei.

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Samstag, 13. Mai 2017

Nutzen und Grenzen von Prof. Winterhoffs Kritik zur „Akzeptanz“ im hessischen Sexualkunde-Lehrplan

Prof. Dr. Christian Winterhoff. Foto J. Saidl
Professor Dr. Christian Winterhoff hat einen viel beachteten Vortrag im Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden gehalten. Das Thema des Vortrages des Juristen war „Sexualpädagogik der Vielfalt – der rechtliche Rahmen“.

Winterhoffs Kernaussage: Die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen verstoßen mit seinen der Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gegen das Grundgesetz und gegen das Hessische Schulgesetz (HSG).

Sein Kernargument: Das in den „Richtlinien zur Sexualerziehung“ gestellte Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt – zudem ab dem ersten Grundschuljahr und fächerübergreifend – verstößt gegen das Indoktrinationsverbot und engt zu stark das Erziehungsrecht der Eltern ein. Winterhoff erläuterte, dass in der schulischen Erziehung die elterlichen und staatlichen Lernziele durchaus in Konkurrenz stünden. Doch im Bereich Sexualität hätten die Eltern den Vorrang vor dem Staat aufgrund der nötigen Sensibilität, mit der man bei diesem Thema umgehen müsse.

Wie sind die Aussagen Winterhoffs aus der Perspektive derjenigen zu bewerten, die seit Inkrafttreten des Erlasses im Spätsommer 2016 dagegen protestieren?

1. Professor Winterhoff bestätigt aus juristischer Sicht das Hauptargument der Kritiker der neuen Richtlinien: Dieser sei Indoktrinierend[im Sinne der Doktrin der „Sexuellen Vielfalt“ bzw. der Gender-Ideologie] und bildet zudem einen unzulässigen Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern.

Die Kritiker haben, so Professor Winterhoff, etliche verfassungsrechtliche Urteile sowie das Hessische Schulgesetz auf ihrer Seite.

Winterhoff stellte klar, dass die Schule – rein aus rechtlicher Sicht – Toleranz als Lernziel haben kann, doch nicht Akzeptanz (zu dieser Problematik weiter unten). Ähnlich haben diverse Institutionen argumentiert, wie etwa der Philologenverband, der Landeselternrat etc.

Nun stellt sich die Frage: Ist das Problem aus der Welt geschaffen, wenn man in den Richtlinien das Wort Akzeptanz durch Toleranz austauscht?

Mitnichten.

2. Professor Winterhoff beließ es in seinem Vortrag nicht beim Zitieren von Gesetzen und Gerichtsurteilen, sondern ging auch der Frage nach, wie das Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ konkret realisiert werden soll.

Dies geschieht unter anderem anhand der Lehrbücher. Wenn es darum geht, Texte zu verfassen, die „Toleranz“ anstreben so müssen sie ganz anders redigiert und bebildert werden, wenn „Akzeptanz“ angestrebt wird. Ansonsten würde man gegen das Zurückhaltungs- und Rücksichtnahmegebot des Grundgesetzes verstoßen.

Das Lernziel „Toleranz“ müsse wesentlich neutrale Inhalte vermitteln und erlaubt keine positive Darstellung von Sexualverhalten, die alternativ zur Ehe existieren. Lehrbücher dürfen beispielsweise (entsprechend der gegenwärtigen Rechtsprechung) behaupten, es existierten Partnerschaftsformen neben der Ehe. Diese Partnerschaften müssen aber neutral (und nicht ethisch positiv) und nicht der Ehe gleichwertig dargestellt werden. Dasselbe gilt für sexuelle Identitäten und Sexualverhalten.

Noch weniger darf man Akzeptanz für alle möglichen Sexualverhalten und Identitäten einfordern. Das ist aber ausdrücklich von Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) gewünscht. In einer Erläuterung zu den neuen Richtlinien machte er klar, die Schüler müssten den anderen mitteilen „Du bist okay, so wie du bist“, was eindeutig ein Werturteil darstellt.

Die beiden oben behandelten Punkte zeigen, wie wertvoll der Vortrag Winterhoffs in Wiesbaden (bzw. sein Rechtsgutachten zum selben Thema) ist.

Es ist aber auch notwendig, die Grenzen von Winterhoffs Argumentation im Auge zu behalten. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass Winterhoffs Argumentation rein juristisch ist. Er geht auf das Meta-Problem nicht ein.

Die zwei wichtigsten Punkte, die Professor Winterhoff nicht behandelt, sind folgende:

1. Das Kernproblem der hessischen und im Grunde aller Schulrichtlinien, in denen menschliche Sexualität eine Rolle spielt ist, dass in Deutschland dieses Thema Anfang der 1970er Jahre im Geiste der sog. „emanzipatorischen Sexualerziehung“ eingeführt wurde. Die „emanzipatorische Sexualerziehung“ entstand im Zuge der 19868er-Kulturrevolution und legt das Menschenbild des Neomarxismus zugrunde. Die Stoßrichtung war dezidiert antichristlich, weil man die christliche – vor allem katholische – Moral als despotisch, unmenschlich und als ein Werkzeug zur Unterjochung der Menschen ansah.

Alle Richtlinien, die seit den 1970er Jahren erlassen worden sind, tradieren die „emanzipatorische Sexualerziehung“. In diesem Blog wurde deshalb schon mehrmals erläutert, dass aus diesem Grund die schulische Sexualerziehung nicht zu retten sei und man sie im Grunde komplett abschaffen muss. Falls Sexualerziehung notwendig sein sollte, müsste sie auf einer völlig neuen Grundlage entworfen werden.

Solange das nicht geschieht, müssen die Eltern gegen die Schulen kämpfen, wenn sie ihre Kinder vor einer neomarxistischen und damit falschen Sicht der Sexualität und des Menschen überhaupt schützen wollen. Das ist es auch, was seit Jahrzehnten in unterschiedlicher Intensität passiert.

2. Hinsichtlich der Richtlinien, die in den letzten beiden Jahren erlassen wurden, kommt hinzu, dass sie allesamt die Vorstellung der Existenz einer „sexuellen Vielfalt“ propagieren, obwohl diese Idee nach wie vor höchst umstritten ist. „Sexuelle Vielfalt“ ist nichts anderes als eine Tarnung für „Gender“. Sie geht also davon aus, dass die menschliche Sexualität eine kulturelle und gesellschaftliche Konstruktion sei.

Dass die Idee, es existiere „sexuelle Vielfalt“ (die über die Existenz von Mann und Frau hinaus geht) widerspricht offensichtlich dem christlichen Menschenbild und der Vernunft.

Diese absurde Theorie, egal, ob man sie Gender oder „sexuelle Vielfalt“ nennt, kann man weder akzeptieren, noch tolerieren, noch dulden. Sie ist irrsinnig und hat in der Schule nichts verloren.

Fazit: Winterhoffs juristische Evaluation der neuen hessischen Richtlinien ist sehr wertvoll. Sie ersetzt aber nicht den notwendigen ideologischen Kampf gegen den Lehrplan und die Mobilisierung der christlichen und bürgerlichen Basis der Gesellschaft. Dasselbe gilt für die Lehrpläne Sachsens, Thürigens, Bayerns etc.


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Freitag, 12. Mai 2017

Hessen: Verfassungskonformität des Sexualkunde-Lehrplanes an den Aussagen des Kultusministers messen

Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Foto: HKM/Manjit Jari
Am 6. Mai 2017 hielt Prof. Dr. Christian Winterhoff einen von der Presse vielbeachteten Vortrag beim Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“. Der Jurist sollte prüfen, ob die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“, die im Spätsommer 2016 erlassen wurden, verfassungskonform sind oder nicht.

Seine Urteil: Der neue Lehrplan verstößt gegen Verfassungsrecht und gegen das Hessische Schulgesetz.

Winterhoff erläutert ausführlich, dass ein Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gegen das sog. Indoktrinationsverbot“ verstößt: „Die Schule muss den Versuch einer Indoktrinierung der Schüler mit dem Ziel unterlassen, ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen.“ (Vgl. Urteil Bundesverwaltungsgericht vom 8. Mai 2008).

Zudem wird das Elternrecht im hochsensiblen Bereich der Sexualerziehung übermäßig eingeschränkt. Es gilt nämlich: „Die den Schulen auf dem Gebiet der Sexualerziehung auferlegten Gebote der Zurückhaltung und Toleranz stellen regelmäßig sicher, dass unzumutbare Glaubens- und Gewissenskonflikte bei Eltern und Schülern nicht entstehen.“

Diese Leitsätze besitzen verfassungsrang und sind auch im Hessischen Schulgesetz berücksichtigt.

Professor Winterhoff bestätigt mit seinem Vortrag die Argumente diverser Kritiker, die schon gleich am Anfang auf diesen Punkt hingewiesen haben, wie etwa der Philologenverband oder die Landeselternvertretung.

Kultusminister Ralph Alexander Lorz hat sich zur neuen Kritik an seinem Erlass nicht geäußert. Doch ein früheres Schreiben, in welchem er seinen Lehrplan verteidigt, zeigt, wie gerechtfertigt Winterhoffs Einwände sind: Für den hessischen Kultusminister steht fest, dass laut dem neuen Lehrplan „Akzeptanz“ gefordert werden soll. Daran lässt er keinen Zweifel, wie unten erläutert wird. Doch bestätigt er genau die Vorwürfe von Prof. Winterhoff. 


Als Antwort auf die kritischen Briefe gegen seinen Lehplan, ließ CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz im vergangenen Herbst einen Rundbrief verschicken. Darin verteidigt er seinen umstrittenen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Der Brief ist mit seinen mehr als zwei Seiten ungewöhnlich lang.

Hier sollen nur die wichtigsten Abschnitte kommentiert, vor allem diejenigen, in denen die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ behandelt wird. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Sätze des Kultusministers einzeln zitiert und gleich kommentiert. So wird auch der unverbindliche, allgefällige und stellenweise beschwichtigende Ton des Schreibens deutlicher, dessen Absicht klar ist: Wortreich auf Kritiker zugehen und scheinbar die Hand ausstrecken, aber inhaltlich keine Konzessionen machen! Die Sätze aus Lorz´ Brief erscheinen kursiv, die wichtigsten Begriffe sind in fettem Schwarz hervorgehoben.

Der Kultusminister schreibt:

Lorz: Mein Ziel ist, dass wir in den Schulgemeinden einen wertschätzenden und diskriminierungsfreien Umgang miteinander pflegen.

Kommentar: In der Tat: Diese Umgangsform ist für Kultusminister Lorz die übergreifende Zielsetzung. Man beachte nicht nur die eigentlich für Grüne übliche Rhetorik von der "Diskriminierungsfreiheit": Der Umgang miteinander habe auch "wertschätzend" zu erfolgen. Leider geht Lorz nicht darauf ein, aus welchen Werten diese Wertschätzung sich herleiten soll. Denn eine Wertschätzung existiert nicht per se, sie ergibt sich immer aus einer ethischen Gesinnung heraus. Ich nehme in diesem Falle einmal an - wahrscheinlich wie viele andere Leser auch -, dass der Kultusminister erwartet: Jeder habe seinem Gegenüber grundsätzlich positiv gegenüberzustehen - und damit einen Anderen auch so anzunehmen, wie er ist oder wie er sein will. Das heißt: Das Gegenüber müsse in seiner gesamten Persönlichkeit und mit allen seinen Eigenschaften angenommen, zuletzt also positiv bewertet werden. Jemand, der Wahrheit beansprucht oder Kritik erhebt, ist unter solchen Bedingungen nicht mehr vorgesehen. Die moralische Bewertung wird durch einen Wahrheitsrelativismus ersetzt. [So muss man Lorz wohl verstehen, denn ansonsten ergibt das, was er im Rest des Absatzes schreibt, keinen Sinn.]

Es ist offensichtlich: Jene Form von Wertschätzung, wie sie dem Christdemokraten Lorz vorschwebt, deckt sich nur teilweise mit der christlichen Ethik. Zwar ist der Andere nach dem Gebot der Nächstenliebe in seinem So-Sein als Person wertzuschätzen - für jeden gilt die Menschenwürde -, aber deshalb heißt das noch lange nicht, dass auch seine Sünden und Fehler gutzuheißen wären. Ganz im Gegenteil: Nach christlicher Auffassung beinhaltet die Nächstenliebe auch den Wunsch gegenüber dem Nächsten, dass dieser glaubhaft bereit ist, sein sündhaftes Verhalten abzulegen und seine Fehler zu korrigieren. Die christliche Ethik lehnt damit ausdrücklich einen moralischen Indifferentismus ab.

Lorz: Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, dass Vielfalt nicht nur erduldet oder ertragen wird, wie es der Begriff „Toleranz“ meint, sondern dass Vielfalt akzeptiert wird in dem Sinne „Du bist okay, so wie du bist“.

Kommentar: Vor allem am Begriff der Akzeptanz entzündete sich die Kritik. Von Beginn an schieden sich daran die Geister, kreiste die öffentlichen Debatte um diesen Punkt. Darf die Politik vom Bürger tatsächlich eine innere Akzeptanzhaltung einfordern? Oder griffe so etwas nicht zu weit in die Persönlichkeitsrechte und die Gefühls- und Gewissensfreiheit des Einzelnen ein? Darf der Staat dem Bürger die Überzeugung vorschreiben: „Du bist okay, so wie du bist!"? Wäre Kultusminister Lorz in seinem Schreiben ehrlich, müsste er wohl zugeben, dass zwischen den Zeilen seines Textes ein Hang zu sanftem Gesinnungszwang gegenüber abweichenden Meinungen erkennbar wird und sein neuer Schulerlass einem Gleichheitspostulat der Differenzlosigkeit vorarbeitet. Mehr noch: Im Namen der Akzeptanz von sexueller Vielfalt wird der Meinungsvielfalt, die in einer Demokratie unabdingbare Voraussetzung politischer Willensbildung ist, schwerer Schaden zugefügt - und das bereits in der Schule! Oder es ist tatsächlich so, dass die Freiheit des Gewissens mit dem neuen Lehrplan gar nicht angetastet wird? Dass staatlicher Akzeptanzzwang zur Meinungsvereinheitlichung gar nicht vorliegt? So viel ist gewiss: Viele Schüler werden den Lehrplan als Anleitung zur Heuchelei verstehen und vor allem eines lernen: ihre wahre Meinung zu verbergen.

Sollte also der Lehrplan auf diese Weise implementiert werden, wird dies zwangsläufig dazu führen, dass sich viele Schüler verstellen. Sie werden nicht jedem sagen wollen: „Du bist okay, so wie du bist.“ Natürlich werden sie sich zumeist so äußern, wie es der neue Gesinnungskanon erwünscht. Wer will heutzutage schon schulische Nachteile erleiden? Aber: Denken werden diese Schüler darüber möglicherweise ganz anders.

Vielleicht ist es gar nicht einmal vorgesehen, jeden Schüler hinsichtlich seiner Gesinnung zu kontrollieren, inwieweit sie mit dem Credo des „Du bist okay, so wie du bist“ übereinstimmt. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei dennoch ein Druck für den Schüler entsteht, eine bestimmte Gesinnung anzunehmen.

In solch einem Klima der Meinungsenge werden die meisten Schüler dazu verführt zu lügen: Von Katholiken, Muslimen und Schülern weiterer Denominationen oder Religionen kann man nicht erwarten, dass sie zu bekennenden Homosexuellen oder Transsexuellen sagen: „Ihr seid okay, so wie ihr seid!“ Damit würden sie schlichtweg wichtige Bereiche der Moral ihrer Religion verleugnen. Dies brächte sie in schwere Gewissenskonflikte, denn sie wüssten: Es käme einem Glaubensabfall gleich.

Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu prognostizieren, dass dieses Problem aufkommen wird. Es ist geradezu skandalös und zeugt von Realitätsferne, dass dies in sämtlichen Plädoyers der hessischen CDU für den Lehrplan nicht einmal angesprochen wurde - zumal Religionsfreiheit in Deutschland Verfassungsrang besitzt.

Lorz: Niemandem wird dabei eine Ideologie aufgezwungen, niemand wird in eine Rolle gedrängt.

Kommentar: Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Der Lehrplan besagt ausdrücklich, jeder solle „akzeptieren“, dass es viele sexuelle Orientierungen gebe. Es wird also die Akzeptanz einer ganz bestimmten Anthropologie gefordert, und zwar diejenige, die der Gender-Ideologie innewohnt. In dieser Ideologie wird behauptet, dass es eine Vielfalt von sexuellen Orientierungen gibt. Es gebe ein "soziales Geschlecht", englisch "gender", das sich nach dem persönlichen Gefühl richte. Manche Theoretiker dieser Ideologie sind der Auffassung, es gäbe annähernd 70 solcher Identitäten (Facebook), andere reden von Tausenden. Einige sind sogar der Auffassung, der Mensch befände sich in einem Fluidum sexueller Orientierungen. Seine sexuelle Identität sei also gar nicht festgelegt und definiert.

Lorz: Der Akzeptanzbegriff in diesem Sinne beinhaltet keinesfalls die Aufforderung zum Nach- oder Selbermachen, sondern verfolgt als übergeordnetes Ziel die Diskriminierungsfreiheit.

Kommentar: Niemand hat behauptet, dass der Lehrplan zum Nach- oder Selbermachen bestimmter sexueller Verhaltenswiesen auffordert. Das wäre, nebenbei bemerkt, auch illegal. Falls Ralph Alexander Lorz etwas Derartiges in den Lehrplan geschrieben hätte, müsste sein Rücktritt die logische Konsequenz sein.

Aufschlussreich ist diese Aussage dennoch, denn es geht dem Kultusminister in seinem Schreiben darum, eine bestimmte Gesinnung von den Schülern einzufordern: die Akzeptanz sexueller Vielfalt.

Mit seiner Behauptung, die Schüler würden gar nicht zu einem „Nach- oder Selbermachen“ aufgefordert - und damit zu einem Handeln, dass unter Umständen ihrem eigenen Gewissen zuwiderläuft -, könnte Lorz von einem wunden Punkt in seinem Konzept ablenken wollen: Nämlich über den Lehrplan auf die Schüler einen Druck aufzubauen, der darauf abzielt, eine bestimmte Gesinnung und eine entsprechende Ethik anzunehmen.

Lorz: Ein Verhalten zu akzeptieren, das für jemand anderen einen wichtigen Aspekt seines Lebens bedeutet, ist Kennzeichen einer freiheitlichen Gesellschaft auch und gerade dann, wenn dieses Verhalten für die Mehrheit nicht in Betracht kommt.

Kommentar: Diese Akzeptanz einzufordern verstößt nicht nur gegen die Religions-, sondern auch gegen die Meinungsfreiheit. Was ist mit den Schülern, die die Existenz von 70 sexuellen Orientierungen für Blödsinn halten, weil genau das eben ihrer Meinung entspricht? Werden sie der Schule verwiesen oder nur gemäß des neuen Lehrplans "aufgeklärt"?

Die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist das Gegenteil von Freiheitlichkeit. Es ist natürlich interessant, dass unter dem Deckmantel einer angeblichen Freiheit, die sich ohne moralische Bindung ins Orientierungslose entgrenzt, die tatsächliche Freiheit, die immer auf die Rückbindung an Prinzipien beharren muss, eingeschränkt wird. Das unausgesprochene Ziel des Lehrplans ist ja gerade dies: Die Einschränkung der Werturteile hinsichtlich gewisser sexueller Orientierungen. Es wird dabei ausdrücklich gewünscht, dass die Kinder nicht sagen: „Du bist nicht okay, so wie du bist."

Wenn der Kultusminister tatsächlich so freiheitlich gesinnt wäre, wie er sich nach außen hin gibt, so hätte er diese neuen Richtlinien auch nur als frei wählbare Kurse, nicht aber als allgemein verbindlichen Unterrichtsstoff vorgeben können. Dann hätten die Eltern oder die Schulkinder ab einem gewissen Alter selbst entscheiden können, ob sie in „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ unterwiesen werden wollen oder nicht.

Lorz: Wenn Menschen sich zu einer bestimmten Thematik eines gesellschaftlichen Werturteils enthalten – und auf nichts anderes zielt der Begriff der Akzeptanz in unserem Lehrplan -, ist das nicht gleichzusetzen damit, dass sie alle akzeptierten Alternativen auch für sich persönlich als Wert annehmen oder gar anzunehmen haben.

Kommentar: Auf Deutsch gesagt: Wenn ich nicht damit einverstanden bin, soll ich die Klappe halten. Ist das die freiheitliche Gesellschaft, die Ralph Alexander Lorz anstrebt?

An dieser Stelle wird deutlich, dass Lorz´ Begriff von Akzeptanz nur funktionieren kann, wenn man die Eigenschaften, die man bei anderen Menschen akzeptieren soll, sehr stark eingrenzt. Ansonsten würden Forderungen nach Akzeptanz im Falle diametralen Positionen miteinander kollidieren. Wer richtet darüber? Hier werden unnötig neue Konfliktfelder geschaffen. Als ob es nicht genügend andere, vielleicht dringendere Probleme im Schulbetrieb zu lösen gäbe?!

Wieso fordert Lorz keine „Akzeptanz religiöser Orientierungen“? Die Religionsfreiheit besitzt nicht nur Verfassungsrang, sondern ist in höchstem Grade identitätsstiftend. Für viele Menschen ist die Religion viel wichtiger als etwa die Nationalität oder die politische Präferenz.

Und: Ist es nicht absurd, von Muslimen einzufordern, dass sie die Existenz tausender sexueller Orientierungen akzeptieren sollen, wenn von deren Seite nicht einmal erwartet wird, gegenüber christlichen Denominationen sich in Akzeptanz zu üben? 

Es muss festgehalten werden: Ralph Alexander Lorz strebt bei manchen Konfessionen in der Tat nichts Geringeres als die Einschränkung ihrer Religionsausübung an, falls er „Akzeptanz“ sexueller Vielfalt“ einfordert. Für viele Religionen – darunter viele christliche Denominationen - gehört nämlich das öffentliche Bekenntnis zum Selbstverständnis des eigenen Glaubens. Gegebenenfalls kann dazu beispielsweise gehören, praktizierte Homosexualität als Sünde zu bezeichnen. Wendet man den Lehrplan konsequent an, dürfte so etwas nicht einmal im Religionsunterricht auch nur ausgesprochen werden.

Fazit: Seit Bekanntwerden des „Lehrplanes zur Sexualerziehung“ hat die CDU Hessens mehrmals versucht, die Menschen von der Sinnhaftigkeit des neuen Lehrplans zu überzeugen. Generalsekretär Manfred Pentz hat sich zum Lehrplan mindestens zweimal schriftlich geäußert, Kultusminister Ralph Alexander Lorz immerhin einmal.

Bislang sind sie noch jedesmal gescheitert. Warum? Sie konnten - oder wollten - die Kritikpunkte nicht ausräumen. Das geht auch gar nicht: Es ist zu offensichtlich, dass der neue Lehrplan ideologisch inspiriert ist. Es ist ganz einfach: Will man aus der Schule keine Indoktrinationsstätten à la Kambodscha machen, muss man den Lehrplan ablehnen.

Will man beiden Politikern sehr viel Wohlwollen entgegenbringen und nachsichtig glauben, dass sie guten Gewissens handeln, muss man zumindest zu dem Schluss kommen, dass der Lehrplan missverständlich redigiert ist und die Möglichkeit zulässt, die Gender-Ideologie in die Schulen zu bringen.

Deshalb kann dieser Lehrplan nicht mit Deutungen und Interpretationen korrigiert werden. Er muss komplett weg!

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

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Mittwoch, 10. Mai 2017

Schleswig-Holstein: Kommt Schwarz-Gelb plus Haschisch-Grün?

Für die Mehrheit der Kommentatoren in den Zeitungen steht schon fest, wer in den nächsten fünf Jahren Schleswig-Holstein regieren wird: Eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen.

Eine solche Konstellation wäre verheerend.

Die Grünen haben in den letzten Jahren eine skrupellose Klientelpolitik betrieben und dabei die Mittel für die sog. „Queere Bildung“ glatt verzehnfacht.

Aber das ist nicht alles. Gender wurde nämlich systematisch zum festen Bestandteil der Schulerziehung gemacht. Und in einer dermaßen radikalen Art und Weise, dass manche Lehrbücher sogar eingestampft werden mussten.

Kann man erwarten, dass eine CDU-regierte Landesregierung unter der Führung von Ministerpräsident Daniel Günther die Grünen diszipliniert, was die Gender-Indoktrination angeht?

Man darf in dieser Hinsicht skeptisch sein, denn Daniel Günther hat in der Wahlkampfzeit entsprechende Anfragen von Bürgervereinigungen, vor allem des Vereins „Echte Toleranz“ schlichtweg ignoriert.

Wenige Tage vor der Wahl hat schließlich die CDU-Schattenministerin Karin Prien die konservative Seele ein bisschen gestreichelt und bekannt gegeben, dass man manche rot-grünen Entscheidungen, wie etwa den Besuch von Schulen durch Homo-Gruppen zwecks Gender-Toleranz-Unterricht, prüfen würde. Zudem sprach sie sich gegen „Queere Bildung“ in der Grundschule.

Komme, was das wolle: Man kann sich auf Politiker nicht verlassen. Nur der Druck aus der Basis wird gewährleisten, dass die Schüler einen vernünftigen und genderfreien Unterricht erhalten.


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Montag, 8. Mai 2017

Schleswig-Holstein nach der Wahl: CDU muss rot-grüne „Queere Bildung“ beenden

Daniel Günther. Pressefoto CDU-S-H. Copyright Laurence Chaperon
Eines der größten Ärgernisse für die Eltern Schleswig-Holsteins war die massive Ausdehnung der „Queeren Bildung“ in den Schulen durch die rot-grüne Landesregierung (SSW). Diese „Erziehung“ sieht vor, dass die Kinder alles über „sexuelle Vielfalt“, homo- und sonstige Partnerschaften erfahren. Kurz: Das gesamte Gender-Programm fand Einzug in die Schulen des hohen Nordens.

Besonders heftige Reaktionen provozierte die Tatsache, dass schulfremde Gruppen von homosexuellen Aktivisten das Lernziel „Queere Bildung“ vermitteln sollen, was geradezu eine Einladung ist, Propaganda für bestimmte Lebensweisen zu machen.

Der Etat hierfür würde von der Albig-Habeck-Landesregierung glatt verzehnfacht.

Manche Lehrbücher machten dermaßen offen Propaganda für alternative Sexualformen, dass sie aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken zurückgenommen wurden.

Für die bürgerlichen Wähler waren dieses und andere schulpolitische Themen von höchster Bedeutung. Trotzdem hat sich CDU-Spitzendkandidat Daniel Günther nie eindeutig gegen die skandalöse „Queere Bildung“ ausgesprochen.

Der Verein „Echte Toleranz“, der stets gegen die „Queere Erziehung“ argumentiert und publiziert hat, fragte sich: „Fürchtet der CDU-Spitzenkandidat, dass eine öffentliche Debatte über die verfassungs- und schulrechtlichen Grenzen „Queerer Bildung“ der CDU mehr schaden als nutzen könnte? Solange Günther sich nicht äußert, lässt sich hierüber nur spekulieren. Die naheliegende Vermutung lautet: „Queere Bildung“ ist ein Tabu-Thema, zu dem sich generell niemand öffentlich äußern möchte.“

Kurz vor der Wahl äußerte sich schließlich die CDU-Schattenministerin für Bildung, Karin Prien, zur „Queeren Bildung“, ließ aber offen, ob und was sie dagegen zu tun gedenke, sollte sie Landesministerin werden. Doch immerhin erklärte sie: „Themen wie Inter- und Transsexualität; diese haben in Kindergärten oder Grundschulen jedenfalls nichts zu suchen.“ Zudem gab sie sich gesprächsbereit.

Ist das ein Grund zur Hoffnung? Zunächst muss abgewartet werden, ob überhaupt eine CDU-geführte Landesregierung zustande kommt. Auch Rot-Gelb-Grün wäre möglich.

Doch eines ist sicher: Ohne Druck von der Basis, wird sich nichts ändern. Nur der Protest der Bürger wird sicherstellen, dass die Schulen nicht zu Gender-Indoktrinatonsstätten werden.

Wir werden jedenfalls die Entwicklung in Schleswig-Holstein weiter kritisch beobachten und darüber berichten.


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Freitag, 5. Mai 2017

Hessischer Landtag degradiert sich zum LSBTI-Lobbyisten

Erklärung der „Aktion „Kinder in Gefahr – DVCK e.V.“ zur „Aktuellen Stunde“ am 4. Mai 2017 im Hessischen Landtag "Hessen zeigt Gesicht für eine offene Gesellschaft, Respekt, Akzeptanz und Vielfalt", in welchem der Kongress „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden in hetzerischer Weise erwähnt wurde.

Mathias von Gersdorff

Am 4. Mai 2017 traf sich der hessische Landtag zu einer sog. „Aktuellen Stunde“, die wohl ohne Präzedenz ist. Die Aktuelle Stunde wurde von den Grünen einberufen, die zurzeit zusammen mit der CDU die Landesregierung bilden.

Es ging im Grunde um die Verurteilung des Kongresses „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“, welcher zwei Tage danach, also am 6. Mai 2017, im Kurhaus zu Wiesbaden stattfinden soll. Ziel des Kongresses ist es, die sog. „Pädagogik der Vielfalt“ kritisch zu analysieren. Konkreter Anlass ist die Inkraftsetzung der neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für die Schulen Hessens.

Was das Datum der Aktuellen Stunde anbelangt, haben Sie richtig gelesen: Die Fraktionen im Landtag haben die Veranstaltung im voraus verurteilt, also bevor sie wissen konnten, was dort überhaupt gesagt werden wird.

Im Landtag rief der Vorsitzende der Grünen Hessens, Kai Klose, die anderen Parteien auf, an der Gegendemo zum Kongress teilzunehmen. Er warf der „Demo für Alle“ vor, sie wolle "Hass nach Hessen tragen“. Zuvor hatte der Landesverband der Grünen den Anti-Gender-Kongress in einer hetzerischen und hasserfüllten Stellungnahme angegriffen und zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen.

Auch die anderen Redner sparten nicht mit abwertenden Ausdrücken: Corrado di Benedetto (SPD) sagte, den Organisatoren des Kongresses ginge es um eine pseudowissenschaftliche Kampagne und Stimmungsmache. Jürgen Lenders (FDP) sprach von einer "hässlichen Fratze" von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Der Linken-Politiker Ulrich Wilken fabulierte von "rechtem Quatsch"

Wohlgemerkt: Die akademischen Qualifikationen der Kongress-Redner sind beachtlich: Professor Dr. Christian Winterhoff, Professor Dr. Harald Seubert, Dr. Teresa Nentwig, Professor Dr. Jakob Pastötter. Einige von ihnen können eine beeindruckende Liste von Veröffentlichungen vorweisen.

Das war den anwesenden Landtagsabgeordneten im Landtag zu Wiesbaden egal. Ihr Ziel war, die Veranstalter und die Redner verbal zu lynchen.

Die skandalöse „Aktuelle Stunde“ im Hessischen Landtag war nichts anderes als ein Akt der Einschüchterung für alle, die sich trauen, Kritik an der irrsinnigen Gender-Ideologie zu üben. Indem Angst geschürt werden sollte, war das Treffen der Parlamentarier nicht nur ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern auch auf die Freiheit der Wissenschaft. Schließlich müssen die Genderisten akzeptieren, dass Wissenschaftler ihre absurden Thesen kritisch beleuchten.

Skandalös ist ebenfalls die Tatsache, dass man mit der Sitzung im Landtag den Anschein erwecken wollte, „alle“ würden den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung gutheißen und alle würden den Anti-Gender-Kongress verurteilen. Dass diese Einstimmigkeit nur vorgetäuscht ist, wussten die teilnehmenden Landtagsabgeordneten nur zu gut. Es gibt viele kritische Stimmen zu Gender und zu den Richtlinien zur Sexualerziehung in der Politik, in Interessenverbänden sowie in der Zivilgesellschaft.

Die Kongress-Gegner wurden in ihren Bemühungen von den Medien sekundiert.

Der Hessische Rundfunk wählte die Überschrift „Landtag verurteilt ultrakonservativen Sexualkunde-Kongress“. Die „Frankfurter Neue Presse“ betitelte „Alle gegen „Demo für alle“ ihren Artikel.

[Dabei ging es strenggenommen gar nicht um den Kongress, denn die „Aktuelle Stunde“ wurde ohne Erwähnung des Kongresses einberufen. Der Redner der CDU, Stefan Grüttner, Sozialminister von Hessen, hat sich auf den Kongress gar nicht direkt bezogen.]

Fazit: Der Hessische Landtag hat sich auf Betreiben der Grünen auf einen massiven Akt der Einschüchterung gegen die Kritiker von Gender eingelassen und dabei jede Objektivität und Fairness weggelassen.


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